Die Entstehung meiner Lederwerkelei
Schon mit Einzug unseres ersten Großen Schweizer Sennenhundes fand ich das Wagenziehen faszinierend- eine nicht (mehr) verbreitet, rassetypische Auslastung für den Hund und gleichzeitig eine gute Grundlage für das Mensch-Hund-Team, sich gemeinsam Herausforderungen zu stellen und daran zu wachsen.
Sowohl Bücher, als auch unser erste Workshop zum Wagenziehen umfasste natürlich auch einiges an Theorie- unter Anderem zu verschiedenen Wägen und Geschirrtypen
(detailliertere Auskunft, Links und Buchempfehlungen gerne über das Kontaktformular erfragen).
Mit der Zeit wuchs der Wunsch, nun auch andere, bekannte Anspannungs-/Geschirrarten kennenzulernen.
Leider ist es heute nicht sehr einfach, spezielleres Equipment ausfindig zu machen. Eine recht ursprüngliche Art ist z.B. ein Kragengeschirr- welches im weitesten Sinne einem ähnlichen Aufbau des Marathon-Kumts für Pferde nahekommt.
Eine Version aus gepolstertem Kunststoff in Verbindung mit Hohlfaserseilen diente ersten Tests am Wagen- allerdings war das Geschirr von der Größe nicht richtig stimmig für meine Hunde.
Es folgte ein ledernes Kumt aus den USA als Alternative, um eine andere Weise der Kraftverteilung verstehen zu lernen. An besagtem Kumt war allerdings kein sogenanntes Bremsgeschirr, was mich zu einer ersten Anfrage beim Stattler führte. Der Hinweis, dass dieses Hinter-/Bremsgeschirr grob in die Richtung eines Leder-Halfters kommt, ließ mich wieder an eine schon länger vergangene Suche erinnern- es handelte sich um einen DIY-Kurs, der sich rund um die Verarbeitung von Leder für ein Hundehalsband dreht.
Mit dem fixen Gedanken im Sinn, das Kumt für uns brauchbar umzubauen, startete ich im Dezember 2023 mit besagtem Onlinekurs und war fasziniert von diesem tollen Handwerk. Ein Ziel war gesteckt: ich wollte selbst ein angepasstes Kragengeschirr für die Zughundearbeit herstellen.
Der Onlinekurs umfasste einige Grundlagen, wie das Erlenen der Sattlernaht, Bearbeitung von Kanten und eine kleine Werkzeug- und Materialkunde.
Das hergestellte Halsband blieb nicht lange alleine und bald stand auch eine erste Tasche auf dem Plan.
Mit kleineren Workshops, die ein oder andere Frage an den örtlichen Sattler und Hilfestellung in verschiedenen Gruppen, war es dann im September soweit- das Hunde-Zuggeschirr war fertig und konnte getestet werden.
Welch eine Begeisterung mich hier traf, es selbst geschafft zu haben, hält an und ich freue mich um jede große und kleine Anfrage, bei der ich euch an dieser teilhaben lassen kann.